Regionalzentrum Chiemgau / Berchtesgadener Land


Kunsteisbahn am Königssee

Die älteste Kunsteisbahn der Welt (Fertigstellung 1968) wurde zur Bob- und Skeleton Weltmeisterschaft 2011 auf den neuesten Stand gebracht. Hierbei flossen 22 Millionen Euro in die Sanierung der Anlage, hiervon 21.8 Millionen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Auf dieser Bahn ist es möglich, alle drei Kufendisziplinen (Bob, Rodel, Skeleton) zu trainieren und internationale Wettkämpfe durchzuführen. Nationalkader, Nachwuchskader und Stützpunktmannschaften sorgen für eine hohe Auslastung im Eiskanal. Aufgrund ihres schwierigen Charakters wird diese Bahn von internationalen Verbänden häufig zum Training genutzt. Mindestens einmal im Jahr ist die Kunsteisbahn am Königssee Austragungsort für internationale Großveranstaltungen.

Biathlon Leistungszentrum Ruhpolding (Chiemgau Arena)

Die Chiemgau Arena mit ihrer Biathlonanlage, der Rollerskistrecke und der Schanzenanlage ist eine „Perle" für den Nordischen- und Biathlonsport im Bereich des Bundesstützpunktes Ski Bayern Südost. Die jährlichen Weltcups im Biathlon und der Nordischen Kombination sind fester Bestandteil im Veranstaltungskalender dieses voll ausgelasteten Stützpunktes. Beste Trainingsbedingungen, hervorragende Anlagen und hochqualifizierte Trainer sichern das tägliche Training der Weltklasseathleten und des Nachwuchses ab.

Nachdem Ruhpolding den Zuschlag für die Biathlon-WM 2012 erhielt, musste für dieses Großereignis natürlich einiges verändert werden. Das Stadion bedurfte einer Modernisierung und Vergrößerung. Der etwa 16 Millionen Euro teure Umbau (12 der 16 Millionen Euro werden aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung bereitgestellt) soll eine Verbesserung des Transportes der Zuschauer von den Großparkplätzen zum Biathlon-Zentrum ebenso garantieren wie eine Verdoppelung der Zuschauer-Kapazität. Die Streckenführung wurde attraktiver gestaltet, ohne die Natur darunter leiden zu lassen. Dadurch soll für die zahlreichen Zuschauer die Nähe zu den Athleten weiterhin gewährleistet sein.

Das Ricco Gross Haus in Ruhpolding

Seit Anfang 2009, steht den Sportlern in Ruhpolding das Ricco Gross Haus zur Verfügung. Neben Physiotherapie-, Gymnastik- und Krafträumen ist das größte medizinische Laufband der Welt das Herzstück des Olympiastützpunktes. Dabei bietet das von bayerischen Unternehmen gefertigte Laufband Platz genug für zwei Athleten auf Rollerski. Auf einer Lauffläche von 3x 4,5 m können die Athleten mitsamt ihrer Ausrüstung unter Realbedingungen trainieren und sich mittels spezieller Software die Geländeprofile bestimmter Weltcup-Strecken simulieren lassen. Dazu kann das Laufband bis auf eine Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h sowie eine Steigung von 25% und ein Gefälle von 4% gebracht werden.

Eisschnelllaufzentrum Inzell

36 Millionen Euro Kosten, Platz für 7.000 Zuschauer, 8.990 Tonnen Stahl, all dies wurde benötigt, bis in Inzell im März 2011 der Startschuss für die Eisschnelllauf-WM fiel. Dank einer Rundumverglasung entstand ein neues, unverwechselbares Symbol für den Eisstandort Inzell. Aufgrund der transparenten Glasfassade gewährt das Dach der neuen Eishalle den Zuschauern freien Blick in die Berge. Ziel des Baukonzepts war es, das "schnellste Eis der Welt" zu erzeugen und gleichzeitig den Kälte-, Wärme- und Strombedarf zu minimieren. Dafür sorgen auch 17 Oberlichter , die optimale Tageslichtversorgung im Halleninneren gewährleisten und eine zu jeder Tageszeit gleichbleibend helle Trainingsatmosphäre schaffen sollen.

Trainingszentrum Götschen für Ski Alpin und Snowboard

Das im Jahr 1999 fertig gestellte Trainingszentrum wurde 2004 durch die Verlängerung des so genannten Kurvenlifts in seinen Trainingsmöglichkeiten noch einmal verbessert. Am Bundesstützpunkt der Snowboarder versucht man derzeit die Trainingsmöglichkeiten für die 3 olympischen Disziplinen Boardercross (SBX), Halfpipe (HP) und Parallel Riesenslalom (PGS) noch weiter zu verbessern. Beste Pistenbedingungen, eine Beschneiungsanlage für den kompletten Hang, sowie eine Flutlichtanlage sind Garanten für hervorragende Trainingsbedingungen und sorgen somit für eine hohe Auslastung des Trainingszentrums im Bereich Ski Alpin und Snowboard.

Kälbersteinschanze

Die Schanzenanlage am Kälberstein umfasst insgesamt 4 Schanzen (K 18, K 27, K 62 und K 90), die mit Matten belegt sind und somit im Sommer wie im Winter genutzt werden. Die in den Jahren 1977 bis 1979 entstandene Anlage wurde 2003 durch die Schülerschanze K 18 ergänzt. Die beiden großen Schanzen sind vorrangig zum Sprungtraining der Nordischen Kombinierer und Spezialspringer der Sportler am CJD.

Krautkaser/Jenner

Der Krautkaser am Jenner ist bei deutschen Skirennläufern eine beliebte Adresse – jahrelang Austragungsort zahlreicher Ski-Weltcuprennen und seit 1973 ein Trainingszentrum für den alpinen Nachwuchs. Inzwischen wurde das Gelände am Nordostufer des Königssees ausgebaut und modernisiert. Eine zentrale Rolle spielte bei der Modernisierung die neue kuppelbare Vierersesselbahn. Die leistungsfähige Bahn überwindet auf 990 Metern Länge 351 Höhenmeter und befördert in 46 Sesseln 1.500 Personen pro Stunde. Bei einer Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde beträgt die Fahrzeit 3 Minuten 18 Sekunden.

Mit dieser und zahlreichen weiteren Innovationen entstanden am Krautkaser bessere Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Dazu gehörte auch die Schaffung einer idealen Verbindung mit der bestehenden Eliteschule des Sports, den CJD Christophorusschulen Berchtesgaden. Im Trainingszentrum finden nun sowohl die Alpinen als auch die Athleten der Disziplinen Skicross, Ski Freestyle und Snowboard optimale Trainingsbedingungen.